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Einfache Wunden Schminken

Es gibt mehere Arten einfache Wunden zu schminken:

Jede Variante hat ihre Vor- und Nachteile, die ich weiter unten aufzähle. Was für den jeweiligen Zweck am besten geeignet ist, ist Geschmackssache. Ich benutze alle drei Varianten für unterschiedliche Zwecke.

Standardwunden mit Kitt

Kitt ist die wohl einfachste Art Wunden zu schminken und wird besonders von neuen Schminkern gerne verwendet. Außerdem ist Kitt billiger als Wachs. Kitt hat allerdings auch einige Nachteile: Er muss meist an den Hautton angepasst werden um nicht allzusehr aufzufallen und er hält nicht sonderlich gut, zumindest nicht an beweglichen Stellen.
Ich benutze Kitt meist dann, wenn die Optik nicht perfekt sein muss und ich große Wunden habe, die viel Material brauchen. Oder z.B. für Schwellungen, wenn einfach die Menge an Wachs zu teuer wäre.

Bei den meisten Kittsorten kann man etwas Vaseline verwenden um den Kitt an den Rändern glatter und feiner ausstreichen zu können. Anschließend muss man die Wunde abpudern, sonst gläntz sie und das Kunstblut perlt ab.

Um die Haltbarkeit zu erhöhen kann man unter der Wunde mit Mastix oder Latex grundieren und darauf dann modellieren. Um eine Wunde noch unempfindlicher zu machen kann man sie danach nochmal mit Latex überstippeln (Latex dünn mit einem Schwämmchen auftupfen). Danach sollte man sie abpudern, weil sie sonst oft glänzt oder zusammenklebt.
Außerdem hat der Latex die nette Eigenschaft die Haut vor Kunstblut und Kittresten zu schützen, die sonst manchmal tagelang doofe Reste auf der Haut hinterlassen. Auf behaarten Stellen sollte man allerdings aufpassen, Latex enthaart mindestens so gut wie Enthaarungswachs ;-)



Standardwunden mit Wachs

Wachs ist ein wenig schwieriger zu modellieren, da es viel klebriger ist und verschiedene Härten aufweist, je nach dem, wie warm es ist. Wachs braucht etwas mehr Übung beim Modellieren als Kitt. Der Vorteil gegenüber Kitt ist jedoch, dass es besser hält und auch auf beweglichen Stellen nicht so schnell abfällt. Außerdem ist das Wachs meist transparent und muss daher weniger an die Hautfarbe angepasst werden.
Ich benutze Wachs für die meisten meiner Wunden. Insbesondere für individuelle Wunden und Wunden, die besonders realistisch aussehen sollen nehme ich fast immer Wachs. Das ist mein Standardmaterial für jede Durchschnittswunde, wenn sie nicht gerade mehrmals mit einem Druckverband versorgt werden soll (da nehme ich dann lieber vorgefertigte Wunden).

Auch Wachswunden können auf einer dünnen Schicht Latex oder Mastix modelliert werden und mit Latex abgedeckt werden um die Haltbarkeit zu erhöhen. Mit dieser Technik habe ich schon Wunden für Halloweenpartys geschminkt, die einen ganzen Partyabend durchgehalten haben, selbst auf vielbewegten Teilen des Gesichts.

Vorgefertigten Wunden

Vorgefertigte Wunden sind eine gute Alternative zum manuellen Modellieren von Wunden. Je nach Qualität sind sie schöner als Wunden aus Wachs und passen sich dem Hautton besser an als Kitt. Außerdem haben sie den unschlagbaren Vorteil, dass sie sich nicht verformen und sind daher besonders für Stationsarbeit oder Wettkämpfe geeignet. Sie müssen abgesehen von ein paar Tropfen Blut normalerweise nicht nachgeschminkt werden, auch wenn sie einen Druckverband oder änliches über sich ergehen lassen mussten.

Um damit zu schminken braucht man allerdings logischerweise bereits vorgefertigte Wunden, die der gewünschten Wunde entsprechen. Das heißt man muss normalerweise mindestens am Vortag bescheid wissen, was für Verletzungen gewünscht werden, oder einfach alle möglichen Wunden "auf Verdacht" mitnehmen. Wie man solche Wunden selbst herstellen kann zeige ich hier.
Wenn man die Wunden kaufen will, muss man natürlich noch früher wissen, was man will und ist in der Form deutlich eingeschränkt.

Diese Art von Wunden ist schnell angebracht und einsatzklar:



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