Tetopia - RUD



Realistische Unfalldarstellung

Was ist RUD?

Die Realistische Unfalldarstellung, kurz RUD, hat sich auf das Schminken von Wunden und das Mimen von Verletzten und Erkrankten spezialisiert.


RUD dient dazu mit dem Rettungs- und Sanitätsdienstpersonal, den Feuerwehren, dem THW, der Polizei und allen anderen, die professionell mit Patienten umgehen wollen, Einsätze mit verletzten Personen für den Ernstfall zu üben. Man entwirft zu geplanten Einsatzübungen passende Verletzungsmuster und Symptome. Ziel ist es, möglichst realistische Einsatzszenarien zu schaffen und einen größeren Lernerfolg bei allen beteiligten Hilfsorganisationen zu erreichen.

Vom Herzinfarkt über den Fahrradsturz bis zur Messerstecherei kann alles inszeniert werden. Auch Großschadenslagen gehören dazu.
Die Maskenteile und Requisiten werden größtenteils selbst angefertigt, damit die Szenarien so echt wie möglich wirken. Zu meinem Material gehören beispielsweise Theatermesser, eine abgesägte Hand oder Wunden zum Aufkleben. Dadurch, dass Mimen selbst meist eine notfallmedizinische Ausbildung haben, wissen die Mimen wie sie ihre Symptome darstellen sollen und auf Rettungskräfte reagieren müssen.

Beim Mimen bekommt man oft Einblicke in eine andere Welt. Selbst wenn man aktiv im Rettungsdienst tätig ist, hat man da längst nicht "alles" gesehen. Als Mime oder Schminker kommt man oft noch viel weiter rum.
Obwohl alle "Medizin" machen, könnten die Erfahrungen, die man beim Spielen macht, nicht unterschiedlicher sein. Ein Polizist versorgt seinen angeschossenen Kollegen mitten im Gefahrenbereich ganz anders als ein Bademeister einen Badegast, der beim Springen vom Turm auf dem Beckenrand aufgekommen ist und jetzt hilflos im Wasser treibt.

Bei welchen Gelegenheiten kommt das zum Einsatz?


Im Prinzip kommt RUD überall dort zum Einsatz, wo jemand üben soll (besser) mit einer Verletzung oder Erkrankung umzugehen. Das kann beim Erste-Hilfe-Kurs anfangen und hört beim Notarzt oder Einsatzleiter noch lange nicht auf. Und dann gibt es natürlich noch Spaß-Aktionen wie Halloween oder Kinderschminken. Alles aufzuzählen würde zu lange dauern, aber hier mal ein paar Beispiele, wo ich schon unterwegs war:

Immer wieder bin ich bei Feuerwehren auch über die Landkreisgrenzen hinweg um sie bei ihren regelmäßigen Einsatzübungen zu unterstützen. Ich schminke und schauspieler zum Beispiel Verletzte bei einem simulierten Autounfall oder Brand.
Auch bei Sanitätskursen oder der Ausbildung von Rettungssaintätern bin ich oft dabei um den Kursteilnehmern ein möglichst realitätsnahes Lernen von Notfallmaßnahmen zu ermöglichen. Außerdem unterstütze ich immer wieder bei Schulsanitätsdienst- oder Landeswettkämpfen.

Großübungen sind auch immer wieder dabei. Ich war z.B. bei der Großübung im Richard- Strauß Tunnel 2012 dabei, bei der ein schwerer Verkehrsunfall mit einem Linienbus und vielen Verletzten für Feuerwehr, Rettungsdienst und Notaufnahmen in München simuliert wurde.
Die S-Bahn-Übung im Tunnel bei Unterföhring 2016 war auch spannend. Wann laufen schon mal über 100 Leute vor der S-Bahn auf den Gleisen herum?
Ein besonderes Highlight für mich war eine Havarieübung auf der Nordsee 2015 mit 60 Verletzten auf einer Fähre zwischen Norddeich und Juist.

Andere Gelegenheiten waren z.B. ein ATLS-Kurs, ein PHTLS-Kurs, ein TCCC-Kurs, die Combat Medical Care Conference in Ulm, Notfalltrainings in Kliniken, Einsatztraining mit der Polizei, oder eine Weiterbildung von Bademeistern.

Halloween ist selbstverständlich einer meiner Lieblingstage, da komme ich oft aus lauter Anfragen und Arbeit kaum noch raus ;-) Aber wenn du auch einen netten Kratzer, einen Zombiebiss im Arm oder ein aufgerissenes Auge haben willst, dann meld dich doch!