Tetopia - Afrika



Reise nach Afrika

Hier gibt's den Blog zu meiner Afrika-Reise zum nachlesen.
Ich war vom 11. Mai 2017 bis zum 8. Juli in Südafrika, 8 Wochen bei African Dream Horse Safari.

Zu dien Fotos hier: Bei kleinen Fotos einfach drauf klicken, dann wird es in groß angezeigt.

Tschüss Afrika

Nachdem sich nach meinem Aufenthalt bei African Dream Horse Safari nichts mehr angeboten hat, bin ich am 7. Juli wieder heim geflogen und am 8. wieder gut in Deutschland angekommen.


Außerdem habe ich zum Abschied noch ein paar schicke Fotos von mir beim Reiten bekommen, die ich ich euch noch zeigen will:

Ach ja, witziger Fakt nebenbei: Diese Personal-TV-Dinger im Flugzeug laufen auf Linux, wie ich feststellen durfte als sie aufgrund einer Fehlfunktion neu gestartet werden mussten :-D

am 09.07.2017
von Theresa

Die letzten Tierfotos

Schon vor ein paar Wochen waren wir im Moholoholo Rehab Centre, einer Wildtier-Aufpäppel-Station, die auch eine Art kleinen Zoo hat, in dem man die Tiere mal bei Tageslicht aus der Nahe beobachten kann. Die Tiere im "Zoo" können aus diversen Gründen nicht mehr ausgewildert werden.


Auf meinen letzten Game Drives gab es noch mal ein paar tolle Fotomotive, die ich hier einfach ohne großen Kommentar zeigen will:

Auch im Buschcamp haben noch ein paar Tiere vorbei geschaut...

am 09.07.2017
von Theresa

Exkursionen - Außerhalb der Bubble

Schwarz – Weiß scheint immer noch sehr stark getrennt. Zumindest dort, wo wir uns normalerweise aufhalten, ist es recht offensichtlich: Weiße sind Arbeitgeber und Kunden, Schwarze sind Angestellte. Große und neue Autos werden meist von Weißen gefahren, ältere Autos von Schwarzen. Es gibt Gegenden in denen Weiße wohnen (Häuser in der Stadt oder Lodges in Naturreservaten) und Gegenden in denen Schwarze wohnen (weitläufige Dörfer auf dem Land). In einem Dorf der Schwarzen war ich bisher nur zwei Mal: Einmal eine Führung, weil wir bei einem Projekt einer befreundeten Organisation in der Nähe waren und sie „Versuchskaninchen“ für die neue Führung gebraucht haben.

Das Dorf ist sehr weitläufig, bestehend aus einzelnen kleinen Häusern. Die Größe der Häuser entspricht meistens in etwa einem Ferienhaus-Bungalow. Manche sind sehr einfach oder heruntergekommen, andere sehr schick im mediterranen Stil, ziemlich bunt gemischt. Zwischen manchen Häusern sieht man kleine Felder oder einen hübsch bepflanzten Garten.


Wir wurden durch das Dorf zu einer Vorschule geführt, wo uns eine Horde Kinder gerade beim Mittagessen waren und uns ein Ständchen gesungen haben. Weiter ging es zur Schule, laut unserem Guide hat diese Schule etwa 700 bis 800 Schüler. Da sind die Highschool-Schüler aber nicht mehr dabei, die ist nämlich dann außerhalb.
Weiter ging es zu einem Medizinmann im Dorf, der uns angeboten hat Knochen für uns zu werfen… Bisschen spookie war das schon… Anschließend hat uns seine Frau traditionelles Essen gebracht, das wir probieren „durften“: Pap (ein Brei aus Maismehl, so ähnlich wie Polenta) mit Spinat und Ochsenkopf. Das Essen war recht salzig aber ansonsten gar nicht so schlecht. (Bis auf, dass an dem Ochsenkopf z.T. noch Haut und Haar dran war…). Dazu gab’s traditionelles Bier (was wohl nicht besonders gut schmeckt, ich hab‘s gar nicht erst probiert).
Zum Schluss haben wir noch eine Esel-Kutsche besucht. Der Besitzer hilft alten Leuten und Kindern um durch das weitläufige Dorf zu kommen. Den Eseln geht es wohl für hiesige Verhältnisse recht gut, sie sahen wohlgenährt und gut gepflegt aus und der Besitzer kümmert sich sichtlich liebevoll um die Tiere.


Das zweite Mal waren wir in dem Dorf um den Hunden dort zu helfen: Anti-Zecken und Anti-Floh Behandlung, für die die es brauchen auch eine Wurmkur. Und wer seine Hunde kastrieren/sterilisieren lässt/lassen hat, bekommt einen Sack Hundefutter extra.
Das witzigste dort war ein Kerl mit drei Hunden: Er ist mit seinen drei freilaufenden Hunden angekommen und hat dann einen nach dem anderen zu uns gebracht. Da er keine Leine dabeihatte, hat er seinen Gürtel dafür verwendet. Und naja, Hosen ohne Gürtel (und nicht mal was drunter)… Den Rest könnt ihr euch wahrscheinlich denken ;-)

am 29.06.2017
von Theresa

Safari Teil 3 - keine Raubtiere

So hier kommen mal wieder ein paar Safari-Fotos. Anmerkung: Die meiste Zeit verbringen wir mit Sicherheit im Stall, Reiten & co. ist also durchaus die Hauptaktivität hier. Aber 1. sind die Safaris oft einfach spektakulärer als das Reiten und 2. hab ich von Safaris mehr Fotos zum Zeigen, weil ich hier meine Fotos selber schießen kann und niemanden fragen muss, ob er mal ein Foto von mir machen kann ;-) Deshalb der Überhang an Safari-Einträgen... Nachdem mein letzter Safari-Eintrag über die Raubtiere war, ist dieser Eintrag nun über den Rest. Ich fange mal bei den kleinen Tierchen an:

Termitenhügel sind hier allgegenwärtig, an jeder Ecke findet man einen. Termiten selbst sind so klein, dass man sie schon aktiv suchen muss, aber ihre majestätischen Bauten stechen sofort ins Auge. Sie sind nicht mit Ameisen verwandt, wie man vielleicht meinen könnte, und ernähren sich hauptsächlich von Holz. Ihre "Hügel" sind ziemlich solide Gebilde aus Sand und Termitenspucke. Einmal haben wir die Spitze von einem Termitenhügel abgebrochen um rein zu schauen: Viele kleine Gänge und einige winzige Arbeiter-Termiten. Nach kurzer Zeit kamen dann aber schon die größeren Soldaten-Termiten an, um uns Eindringlinge zu verscheuchen. Am Schluss haben wir die abgebrochene Spitze wieder auf den Hügel drauf gesetzt. Als wir zwei Wochen später den Hügel noch mal besucht haben war die Bruchkante zwar noch zu erkennen, aber die Termiten haben die Spitze wieder fest mit dem Rest verbunden. Sämtliche Risse waren geflickt und alle Löcher aufgefüllt. Faszinierende Tierchen...


Im Stall finden wir regelmäßig diverse Schmetterlinge und Raupen. Die Fotos sind von sogenannten Prozessionsrauben, eine Raupenart, die in Gruppen lebt. Wenn sie sich fortbewegen, dann nur einer direkt hinter dem anderen, daher der Name. Diese Fortbewegung soll Vögeln glauben machen, dass es sich hier nicht um einzele Raupen, sondern um eine große Schlange handelt. Anfassen sollte man sie aber besser nicht, die Häärchen sind giftig und können starke Hautreizungen auslösen.

Vögel gibt es hier weit mehr, als ich fotografieren kann, und von den wenigsten weiß ich den Namen. Einer ist jedoch besonders auffällig und häufig: Der "yellow-billed hornbill" (Übersetzung etwa "Gelb geschnabelter Hornvogel", Gelbschnabeltoko) sieht mit seinem großen Schnabel ziemlich ulkig aus. Übrigens: "Zazu", der Vogel aus "König der Löwen" ist so ein Toko!

Affen gibt es hier hauptsächlich zwei Arten: "Vervet Monkes" (Meerkatzen) und "Baboons" (Paviane). Erstere sind eher freundlich, letztere zerlegen auch gerne mal was um an Futter zu kommen (z.B. unsere Küche...)

Warthogs (Warzenschweine) gibt es hier überall: Im Stall, beim Ausreiten, im Buschcamp und auf Game-Drives... Überall Warzenschweine :D

Impalas sind glaube ich so ziemlich das häufigste Tier hier: Sie kommen in kleinen bis großen Gruppen vor und wenn man sonst nichts auf einem Game-Drive sieht, dann sieht man mindestens ein paar Impalas.

Waterbucks (Wasserböcke) sehen wir auch immer wieder. Die fluffigen Antilopen haben einen weißen Ring am Hintern, damit die Jungtiere der Mutter leichter duch den dichten Busch folgen können. Zur Entstehung dieses weißen Rings gibt es eine nette afrikanische Legende über einen Wasserbock, der sich auf einen frisch gestrichenen weißen Klositz gesetzt hat und deshalb nun diesen Ring trägt :D

Und Zebras natürlich, die sehen wir auch oft genug, sowohl auf Game-Drives, als auch beim Ausreiten.

Wildebeest (Gnu) sehen wir ab und zu auf Game-Drives. Der Hals scheint gestreift zu sein, aber in Wirklichkeit ist das nur unterschiedlich langes gleichfarbiges Fell, das wohl für Wind-Verwirbelungen sorgt und damit beim Kühlen hilft.

Ansonsten sehen wir auch ab und zu Kudus und Büffel.

So und jetzt zu den beiden großen Tierarten: Giraffen und Elefanten! Giraffen sehen wir zu jeder Tages- und Nachtzeit beim Grasen (heißt das überhaupt "Grasen", wenn sie die Blätter von den Bäumen fressen? Wahrscheinlich nicht...) und gelegentlich beim Schlafen oder Trinken.

Wenn uns Elefanten über den Weg laufen, dann sind das meistens einzelne Bullen oder eine Bullenherde, die Weibchen scheinen sich hier eher zu verstecken ;-) Interessant zu wissen: Die Elefanten fressen gerne die Rinde von Bäumen, oder stoßen ganze Bäume um, um leichter an das Grün zu kommen. Kurz: sie beschädigen viele Bäume. Um die Bäume vor Elefanten zu schützen, gibt es ein paar (wenige) Möglichkeiten, aber die effektivste ist Bienen! Elefanten haben richtig Schiss vor Bienen, weil die sie in ihre empfindlichen Ohren stechen. Deshalb gibt es hier einige Bäume mit Bienenstöcken, die recht erfolgreich verhindern, dass die Elefanten die Bäume anknabbern.
Auch zum Rüssel der Elefanten gibt es eine afrikanische Legende: Als ein Elefant in einem Wasserloch getrunken hat, hat ein Krokodil seine Nase erwischt. Beim Versuch wegzulaufen hat sich die Nase des Elefanten in die Länge gezogen. Obwohl das nicht so hübsch aussieht hat der Elefant seinen neuen Rüssel behalten, weil er so praktisch war.

am 25.06.2017
von Theresa

Lebenszeichen

Nur eine kurze Zwischenmeldung: Ich lebe noch und mir geht es gut, ich hatte die letzten Tage nur entweder keine Zeit oder keine Motivation groß zu schreiben...

am 21.06.2017
von Theresa

Sonnenaufgang

Fast jeden Tag gibt es hier einen wunderschönen Sonnenauf- oder untergang. Hier eine Sammlung der schönsten Dämmerungsfotos:


Die Bilder sind völlig unbearbeitet - die Farben sind tatsächlich genau so.

am 13.06.2017
von Theresa

Reiten

So, nach den ganzen Safari-Einträgen jetzt endlich auch mal ein Eintrag zu dem Thema, weshalb ich eigentlich hergekommen bin: Reiten!

Neben „seriösen“ Dressur- und Springstunden auf dem Platz haben wir auch einfach viel Spaß im Gelände oder beim „Quatsch machen“ auf dem Platz. Zitat der Chefin bei der Springstunde ohne Sattel: „Don’t be pretty, hafe fun!“


Insgesamt ist es reiterlich eine tolle Erfahrung, mit viel Abwechslung. Wir haben hier etwa 20 Pferde, die wir reiten können: Vom Jungpferd, das gerade Galopp auf beiden Händen lernt, über das Pony, das aus schlechten Verhältnissen kommt und dem gerade das Buckeln abgewöhnt wird, über das entspannte Geländepferd, bis zum Vielseitigkeitsveteran kurz vor der Rente, der ein Traum für jede Dressurstunde ist, ist alles dabei. Meistens reiten wir jeden Tag ein anderes Pferd. Wir suchen uns unsere Pferde selbst aus, je nach Tagesform kann man sich mal eine Herausforderung und mal ein Verlasspferd aussuchen.
Abgesehen von einer Tierarzt-Studentin, die einfach Erfahrung im Umgang mit Pferden sammeln wollte, sind wir alle hier recht gute Reiter auf ähnlichem Niveau. Klar tut sich der eine ein bisschen leichter die Pferde an den Zügel zu reiten während der andere eine Stunde daran knabbert und ein Verlasspferd für die Springstunde braucht, aber z.B. bei der Ohne-Sattel-Springstunde sind wir alle zum Abschluss über den 75cm-Sprung gehüpft und keiner ist runtergefallen :-)

Runtergefallen bin ich bisher einmal, weil zwei Zicken-Stuten im Gelände eine Keilerei angezettelt haben und ich bei der daraus resultierende Bockerei im Sand gelandet bin. Passiert ist mir dabei aber zum Glück nichts und auch das Pferd ist mit einer kleinen Schramme davongekommen. Aber einen Schokokuchen musste ich backen – das ist hier der Preis für unfreiwilliges Absteigen.
Schritt- und Trabausritte unternehmen wir viel auf eigene Faust, galoppiert wird im Gelände meist nur in Begleitung von der Chefin, weil die Pferde da ganz gerne mal losdüsen oder sich gegenseitig mit Buckeln anstecken. Einmal waren wir auch im Wasserloch schwimmen, das war super spaßig :-D Aber auch die Schrittausritte werden nie langweilig, weil es immer was zu sehen gibt :-)

am 11.06.2017
von Theresa

Dinner zwischen Löwen

Gestern hatten wir ein spannendes „Dinner im Busch“: Dinner im Busch heißt, dass wir unser Abendessen im Auto mitnehmen und dann während unseres Game-Drives irgendwo im Busch anhalten, unser Essen auspacken und unter dem Sternenhimmel verspeisen. Also: Alles was man so für leckere Wraps braucht wurde ins Auto gepackt und dann ging es erst mal eine Stunde nach Tieren Ausschau haltend durch den Busch. Wir haben aber nicht viel gesehen…

Als die Sonne untergegangen war, haben wir angehalten, einen Tisch für unsere Zutaten aufgestellt und unsere Wraps gefuttert. Mit dem Einbruch der Dunkelheit fangen auch die Löwen an sich gegenseitig zu rufen – plötzlich hören wir einen Löwe unglaublich nahe, keine 100m weit weg. Dann hat der andere Löwe geantwortet, nicht viel weiter weg genau auf der anderen Seite von unserem Picknick-Platz! Wir haben unser Dinner also genau zwischen zwei Löwen verspeist. Nachdem wir aufgegessen hatten haben wir unser Zeug wieder ins Auto gepackt und sind den Löwen-Rufen nach gefahren. Einen der beiden haben wir tatsächlich gefunden :-)

am 08.06.2017
von Theresa

Safari Teil 2 - Raubtiere

Neben dem Leoparden habe ich inzwischen noch jede Menge andere Raubtiere gesehen. Allen voran der König Afrikas: Ein Löwe! Außerdem einige Hyänen, Schakale, Zwergmangusten und afrikanische Wildhunde.
Vorneweg der Löwe:



Hyänen hört man hier eher, als dass man sie sieht. Und wenn man sie sieht, dann meist im Dunklen. Deshalb sind die Fotos alle nicht so überragend, weil ich ISO nahezu gegen unendlich einstellen musste, um die Bilder nicht zu verwackeln ;-)


Die Wildhunde waren mitsamt einer hochträchtiger Mutter unterwegs. Mit viel Glück gibt es gegen Ende meines Aufenthalts hier sogar ein paar Fotos von Wildhundbabys, wenn sie bald geboren werden und sich dann in ein paar Wochen aus ihrem Versteck herauswagen. In einer Nacht haben wir die Wildhunde beim Zerlegen eines Tiers beobachtet.


Zwergmangusten sind unglaublich putzige Tierchen, aber nichts desto trotz Raubtiere. Sie ernähren sich hauptsächlich von Insekten. Einmal haben wir eine ganze Gruppe Zwergmangusten über die Straße huschen sehen, aber da war ich mit der Kamera zu langsam...


Schakale sind wolfsähnliche Wildhunde, aber deutlich kleiner als die uns bekannten Wölfe.


Geier zähle ich hier jetzt auch einfach mal zu den Raubtieren, auch wenn es eigentlich Aasfresser sind.


Und das ist das, was übrig bleibt, wenn die Raubtiere mit dem Essen fertig sind...

am 08.06.2017
von Theresa

Leoparden

Letze Woche hatten wir unglaubliches Safari-Glück: Wir haben auf zwei Game-Drives Leoparden gesehen!


Bei der zweiten Leopardenbegegnung haben wir sogar gleich drei (vielleicht auch vier) Leoparden gleichzeigig gesehen - ziemlich selten, da die Tiere normalerweise Einzelgänger sind. Noch dazu haben die Leoparden am Tag davor ein Impala erlegt und in einem Baum in Sicherheit gebracht, wir konnten sie dann beim Fressen und Schlafen beobachten.

am 04.06.2017
von Theresa

Alltag

Nach zwei Wochen glaube ich den Tages- bzw. Wochenablauf halbwegs kapiert zu haben. Ändern tut er sich sowieso ständig...
Das meiste spielt sich hauptsächlich an zwei Orten ab: Dem Hoedspruit Wildlife Estate, wo der Stall ist und wir ausreiten gehen und dem Jejane-Reservat, wo wir schlafen und unsere Auto-Safari-Touren (Game Drives) machen. Diese beiden Orte sind etwa 15 Autominuten voneinander entfernt. Wenn ich hier von „wir“ schreibe, dann sind damit alle Volunteers und Students gemeint, die aktuell bei African Dream Horse Safari sind.

Geschlafen wird im Buschcamp im Jejane-Reservat, einem privaten Natur-Reservat, dass direkt an den Krüger-Park anschließt, so dass sich die Tiere hier frei bewegen können. Es gibt hier also alles, was der Südafrikanische Busch zu an Tieren zu bieten hat, inklusive den „Big 5“ (Elefanten, Nashörner, Büffel, Löwen und Leoparden).
Hier haben alle Volunteers/Students ihre Bungalows (3 Bungalows mit je 4 Betten und einem Bad). Ein paar Meter außerhalb ist die offene Küche, davor die Feuerstelle fürs Lagerfeuer. Von der Küche aus hat man einen super Blick auf die kleine Wasserstelle 50 Meter in den Busch, bei der regelmäßig Tiere vorbeischauen (wie die Giraffe letztens). Bei der ersten Führung durch das Buschcamp hieß es, dass wir am besten nicht nachts alleine und/oder ohne Taschenlampe zur Küche gehen sollen, weil es schon mal sein kann, dass einem auf dem Weg ein paar Hyänen begegnen, oder dass sich gerade Affen an der Küche zu schaffen machen…
Ein paar Minuten entfernt gibt es einen kleinen Pool mitten im Busch, hier haben wir mal einen relaxten Nachmittag verbracht. (Foto folgt hoffentlich)

In Jejane machen wir auch unsere Safari-Runden mit dem Auto, dem Game-Drive-Vehicle, ein typisches „Safari-Auto“. Auf diesen Game-Drives sehen wir die meisten Tiere. Meistens sind wir in der Dämmerung unterwegs, wir starten eine Stunde vor Sonnenuntergang und kommen eine Weile nachdem es komplett dunkel geworden ist, zurück. Sobald das Licht deutlich weniger wird, werden die Handscheinwerfer ausgepackt: Mit den Scheinwerfern machen wir uns dann auf die Suche nach Augen – die Reflexionen in den Augen zeigen wie Blinklichter, wo die Tiere sind.
Und alle paar Tage klopft jemand völlig unerwartet ans Bungalow: „We heard over the radio that someone saw lions, we’re leaving in 5 Minutes to see if we can find them”. Dann wird alles stehen und liegen gelassen und mit dem Kommentar “That’s Africa!” ins Auto gehüpft. Häufig führen diese spontanen Game-Drives nicht dazu, das eigentlich Gesuchte zu finden, aber bisher ist uns noch immer etwas Interessantes dabei über den Weg gelaufen. Und heute hat es mit den Wildhunden sogar tatsächlich geklappt, wir haben eine Gruppe von 5 Wildhunden gefunden.
Seit meinem ersten Safari-Eintrag haben schon wieder so viele Tiere gesehen, dass diese Fotos einen eigenen Beitrag bekommen werden.

Reitenderweise haben wir auch einiges an Abwechslung, der „normale“ Wochenplan sieht folgendermaßen aus, wird aber gerne den gegebenen Umständen angepasst:

An den Reit-Tagen wird mindestens einmal geritten. Für den, der möchte ist in der Regel auch noch ein zweiter Ritt drin, weil wir mehr Pferde als Reiter haben. Bisher ist es noch nicht vorgekommen, dass jemand reiten wollte und nicht durfte :-)

Das, was im Wochenplan als „Outreach work“ angegeben ist meint sowas wie soziale Arbeit. In der ersten Woche haben wir Müll im Hoedspruit Wildlife Estate eingesammelt, an dem sich Tiere verletzen können: Hauptsächlich Blechdosen, in die die Tiere reinsteigen können oder Schnüre, in denen sie sich verheddern oder die sie verschlucken können. Diese Woche war die Aufgabe ein paar Löcher, die irgendwelche Tiere auf Straßen und Wegen gebuddelt haben aufzufüllen, so dass sich niemand verletzt, wenn er reinsteigt. Danach haben wir die Naturhindernisse auf dem „Cross-Country-Gelände“ aufgemöbelt und anschließend die wöchentliche Springstunde in den Busch verlegt.

Normalerweise geht es so gegen 8 Uhr los zum Stall. Von der Zeitbilanz her verbringen wir die meiste Zeit im Stall oder auf den Pferden, aber der Rest des Tages ist mit den Game Drives oder anderen Aktivitäten mindestens genauso spannend. Abends gehen wir oft schon gegen 21:00 ins Bett, weil alle müde sind. Außerdem ist es hier Winter und damit schon recht früh dunkel. Nachdem das meiste Leben hier draußen stattfindet, ist es ein bisschen so wie beim Campen: sobald es dunkel wird, neigen sich auch die Aktivitäten dem Ende zu. Die Ausnahme bilden Partynächte, aber auch die beginnen hier schon am Nachmittag und enden gegen Mitternacht.
Eine Nacht haben wir sogar im Stall geschlafen um am nächsten Morgen pünktlich zum Sonnenaufgang auf den Pferden zu sitzen. Wir haben die Nacht buchstäblich unter den Nasen der Pferde verbracht :-)

am 28.05.2017
von Theresa

Safari

Wie schon erwähnt gibt es hier jede Menge kleine und große Tierchen zu sehen. Sie können bei jeder Gelegenheit auftauchen: Egal ob im Stall, beim Ausritt, auf dem Weg zum Buschcamp (wo ich schlafe), beim Abendessen, oder auf dem Weg egal wohin ;-)
Zu Pferd habe ich Zebras, Impalas, Warzenschweine, Kudus, Giraffen und noch ein paar mehr Tiere gesehen. Die Warzenschweine sind besonders witzig, eine ganze Familie lebt in der Nähe des Reiterhofs und schaut regelmäßig in den Paddocks und auf dem Reitplatz vorbei. In dem relativ kleinen „Hoedspruit Wildlife Estate“, in dem der Reiterhof liegt, gibt es keine Nashörner, Elefanten, Löwen oder andere gefährliche Tiere, so dass wir dort gemütlich ausreiten können.


An der Wasserstelle bei unserer Busch-Küche hat sich auch schon so einiges Blicken lassen: Ein Honigdachs, eine Zibetkatze, und wieder Warzenschweine. Am Samstag hatten wir gerade unser Abendessen hergerichtet, als eine durstige Giraffe vorbeikam. Also musste das Abendessen noch ein Weilchen warten, während wir der Giraffe beim Trinken zugeschaut haben :-D Außerdem lebt unter dem Sofa in der Küche ein ziemlich großes Echsen-Viech... Und eine kleine Eidechse hab ich heute Mittag an einem Baumstamm vor meinem Bungalow entdeckt.

Auf den „Game Drives“ (Game hier im Sinne von „Wildtier“ und nicht im Sinne von „Spiel“) durch den Busch sehen wir noch mal mehr Tiere: Elefanten, Nashörner, ein Krokodil, Paviane und Büffel. Die eine Elefantenherde, der wir in der Nacht begegnet sind hatte sogar einen Baby-Elefanten dabei :-) Die Paviane haben ein paar Tage bevor ich gekommen bin die Küche verwüstet: Schranktüren aus der Verankerung gerissen und die Schränke ausgeräumt.

Heute Vormittag hieß es dann „Es sind Löwen in der Gegend, wir fahren raus und schauen, ob wir sie entdecken“. Also sind wir ins Safari-Auto gehüpft und in den Busch gefahren. Löwen haben wir keine gesehen, aber dafür sind uns ein paar Ground Hornbills (Südlicher Hornrabe) über den Weg gelaufen, eine stark gefährdete Vogelart. Ground Hornbills sind riesige Vögel, etwa einen Meter groß und eine Flügelspannweite von fast zwei Metern.

Leoparden gibt es hier wohl auch einige, aber von denen habe ich bisher nur die Spuren im Sand gesehen.

am 24.05.2017
von Theresa

Exkursion - Panorama Route

Dienstags ist Exkursions-Tag, das heißt Unternehmungen in der Umgebung. Diesen Dienstag haben wir uns für die Panorama Route entschieden. Sie geht entlang des „Blyde River Canyon“, einem der größten Canyons der Welt (und dem größten grünen Canyon). Erste Station war ein Aussichtspunkt bei „The Three Rondavels“ (ein Berg der die Form von 3 der typischen afrikanischen Hütten, den Rondaveln hat). Dort hat man einen tollen Blick in den Canyon und auf die Tiefebene, das Lowveld.


Nach der großen Fotosession dort ging es weiter zu den Potholes. Diese verrückten Löcher entstehen durch Steine und Kiesl, die durch die Wirbel im Fluss runde Löcher in den Fels schleifen.

Weiter ging es durch ein erstaunlich grünes Forstgebiet zum „Big Swing“ in der Stadt Graskop, 68m Fall in die Schlucht und anschließend auf einen Wasserfall zuschaukeln. Wegen der feuchten Luft durch den Wasserfall ist die Schlucht mit einem richtigen dichten Dschungel bewachsen, durch den wir dann wieder zum Ausgangspunkt hoch geklettert sind. Nach diesem Adrenalinschub (und weil es bereits 3 Uhr Nachmittags war) hatten alle Hunger, also sind wir bei „Harrie’s Pancakes“ eingefallen und haben uns diverse deftige und süße Pfannkuchen schmecken lassen.

Zum Abschluss der Tour haben wir dann noch die Lisbon Falls in der Dämmerung besucht und noch einmal ein paar tolle Wasserfall-Fotos geschossen.

am 21.05.2017
von Theresa

Welcome to Africa!

Ich bin über Nacht geflogen - zum Glück war der Flieger von München bis Johanesburg halb leer, so dass tatsächlich noch eine komplette Dreierreihe in der Mitte frei war. Die hab ich dann geschnappt und konnte mich so zum Schlafen sogar hinlegen. Nur die Turbulenzen gegen 03:30 Uhr waren da etwas hinderlich... Zum Frühstück bin ich dann zum Fenster umgezogen und hab den herrlichen Sonnenaufgang genossen:



Dann noch eine Stunde Flug bis Hoedspruit, dort wurde ich am Flughafen von Ryan von African Dream abgeholt. Rolltreppen, Gepäckbänder, und lange Schlangen an irgendwelchen Schaltern sucht man hier vergeblich, dazu ist der Flughafen auf der Air Force Base schlicht zu winzig. Man steigt einfach aus dem Flieger aus, läuft die 50m zum Gebäude, geht durch zwei Räume und auf der anderen Seite wieder raus und wartet dort 2 Minuten bis das Gepäck auf Trollies von einem Traktor gezogen um das Haus gefahren kommt.


Kaum, dass ich im Stall angekommen bin (wir sind direkt zum Stall gefahren "because that's where everybody is right now"), hatte ich nicht mal Zeit meine Reithose anzuziehen, bevor ich mich auf einem Pferd wiedergefunden habe und eine Runde bei dem "Friday Fun Day"-Wettbewerb mitreiten durfte: Saure Würmer mit dem Mund von einer Wäscheleine pflücken, im Zickzack durch ein paar Stangen, Apfel von einer Kiste aufheben, in einen Wassereimer fallen lassen, absteigen und mit dem Gesicht nach dem Apfel tauchen, sich ein paar mal schnell um sich selbst drehen (so, dass einem ordentlich schwindlig wird) und dann zu Fuß über ein Hindernis springen. Und das ganze auf Zeit :-D
Nachdem die Pferde dann versorgt waren gab es Mittagessen, und danach ging es gleich weiter auf den ersten Ausritt. Obwohl wir nur eine halbe Stunde unterwegs waren, sind wir an ein paar Impalas (eine Antilopenart) und an zwei Warzenschweinen vorbei gekommen, da war ich nur leider mit der Kamera zu langsam...
Tierchen gibt es hier sowieso mehr als genug, hier ein paar Vögel, die mir in den ersten beiden Tagen über den Weg gelaufen sind:


am 13.05.2017
von Theresa

Startklar

Alle Klamotten sind gepackt, alle wichtigen Dokumente sind kopiert, alle Impfungen erledigt, das Flugticket ist ausgedruckt, die letzten Besorgungen sind besorgt, das Gepäck ist gewogen und wurde für leicht genug befunden - kurz: ich bin startklar. (Der Nerd ergänzt: Das Amateurfunkgerät ist programmiert und mit einer neuen Antenne gepimpt, ein ganzer Kabelsalat (inklusive LAN-Kabel) hat seinen Weg in meine Tasche gefunden und der Zugriff auf meinen Webserver ist gesichert.)

Es kann losgehen!

am 10.05.2017
von Theresa

Vorbereitungen

Los ging es mit der Suche nach einem Ziel für meine Reise. Fündig geworden bin ich dann bei Pferdesafari, die ein Ride&Work bei African Dream Horse Safari anbieten. Sobald dieser Teil fest gebucht war, ging es daran, sich die Flüge und die Auslandskrankenversicherung raus zu suchen. Außerdem steht noch ein Besuch beim Hausartz/Reisearzt an, um Impfungen und Malariaprohylaxe zu klären...

am 29.03.2017
von Theresa